Währungskrieg gegen die Eurozone
Sonntag, März 15th, 2009
von Egon W. Kreutzer
Alexander Czerny, dessen scharfsinnige Analysen ich sehr schätze,
hat erneut ein Papier vorgelegt, das im wahrsten Sinne des Wortes
hochbrisanten Sprengstoff enthält.
Weil dieses Papier vom Aufbau her den üblichen Lesegewohnheiten
widerspricht, nämlich auf einer umfangreichen Betrachtung von
Entwicklungen und Entscheidungen der letzten 20 Jahre aufbauend,
erst in einer als “Nachtrag im Februar 2009″ bezeichneten
Schlusssequenz die entscheidenden Folgerungen zieht, habe ich mir
erlaubt, dieses Dokument, dessen Original über diesen Pauken.
schlag verlinkt ist, so mit einleitenden Worten zu versehen, dass es
die gebührende Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.
Czerny ist schon 2004 zu der Erkenntnis gelangt:
erklärt der Eurozone den Krieg
(Die Arbeit überdiese Erkenntnis, mit dem Titel:
“Der Währungskrieg der Bundesbank”, hat sein ehemaliger
Professor H.A. Winkler an der Humboldt Universität Berlin seinerzeit
übrigens mit der Bestnote ausgezeichnet.)
Eppler zu Georgien
Mittwoch, September 3rd, 2008Kaum zu fassen, ein SPD-Politiker spricht aus, was Sache ist und ein Presseorgan veröffentlicht die Aussage sogar. n-tv im Interview mit dem SPD-Politiker Eppler. Das Interview ist nicht nur deshalb interessant, weil Eppler entgegen den sonstigen Aussagen in der Presse bestätigt, dass Russland gar nicht anders konnte, er spricht auch an, was in allen Medien völlig außer Acht geblieben ist, dass Georgien mit dem Massaker in der Hauptstadt von Südossetien den Konflikt begonnen hat und das 180 amerikanische “Berater” die Kriegsvorbereitungen der Georgier schließlich mitbekommen haben müssten. Wäre er kein Politiker, hätte er wohl zum Ausdruck gebracht, dass diese “Berater”, vermutlich die gleiche Art Berater wie vor 25 Jahren die Berater von Osama bin Laden und Saddam Hussein, diesen Krieg provoziert haben, weil er dem Wahlkandidaten McCain helfen könnte.
Neue Grenzkontrollen beinhalten die “größte biometrische Datenbank der Welt”
Mittwoch, September 3rd, 2008Am Dienstag verabschiedete das EU-Parlament ein neues System von Grenzkontrollen, bei dem Einreisende aus Nicht-EU-Ländern, die ein Visum benötigen, strenger als bisher kontrolliert werden sollen. Zusätzlich zu den bisherigen Kontrollen soll dabei auch Biometrie zum Einsatz kommen.
Thomas Roth im Gespräch mit Wladimir Putin
Dienstag, September 2nd, 2008Die ARD hatte in den Tagesthemen ein Putin-Interview, 10 Minuten lang.
Stellt sich heraus, das Interview war tatsächlich 28 Minuten lang. Und die ARD hat das auf 10 Minuten gekürzt, damit sie dahinter fünfeinhalb Stunden lang über Obama und McCain palavern konnten. Völlig klar, da hätte man keinesfalls noch 18 Minuten abknapsen können!1!!
Es gibt ein ein russisches Transkript, das jemand übersetzt hat. Und in dem übersetzten Transkript sind die Stellen markiert, die die ARD raus gekürzt hat.
Nach erfolgreichen Protest wurde das ganze Interview nun komplett ins Netz gestellt.
US-Angaben über Wachstum extrem unglaubwürdig
Dienstag, September 2nd, 2008Es wird gefälscht, dass es eine Art hat
Von Karl Weiss
Ein Artikel der „Financial Times Deutschland“ (FTD) ironisiert in sarkastischer Weise die Veröffentlichungen der US-Regierung, im zweiten Quartal 2008 habe es ein Wachstum des Bruttosozialprodukts (genau: Gross National Product, GNP) von 3,3% gegeben. Der Titel des Artikels spottet über die Anleger: „Sie wollen es immer noch glauben“ und im weiteren wird mit knallharten Zahlen belegt: Die US-Wirtschaft ist bereits in der Krise, das Erfinden von angeblichem Wachstum soll davon nur ablenken.
Im Einzelnen wird dargelegt: „…die nichtagrarische Beschäftigung im zweiten Quartal [ist] mit einer Jahresrate von 0,6 Prozent gefallen (…) Die Baubeginne haben neuerlich um knapp elf Prozent nachgelassen, und der Autoabsatz ist im Vergleich zum Vorquartal sogar mit einer annualisierten Rate von einem Viertel eingebrochen. Der US-Ölverbrauch ist im ersten Halbjahr so stark gesunken wie seit 26 Jahren nicht mehr.“ Außerdem ist die Industrieproduktion um 3,2 % gesunken in diesem Quartal. Da hilft es auch nicht, dass die Exporte erneut nominal anstiegen (kein Wunder bei den niedrigen Dollarkursen), denn aus alldem kann unmöglich wirtschaftliches Wachstum entstehen.
Der Export stellt ja in den USA nicht einen der ganz großen Wirtschaftsfaktoren dar wie in Deutschland, sondern nur einen relativ geringen.
Erneuter Alarm: USA ziehen starken Flottenverband zusammen
Dienstag, September 2nd, 2008Nach den Dementis in den vergangenen Tagen, dass ein Verband von US-Kriegsschiffen in den Persischen Golf unterwegs sei, gibt es jetzt doch eine Bestätigung dafür, dass sich starke maritime Kräfte in der Region zusammenziehen.
So sind Teile der Iwo Jima Expeditionary Strike Group (LHD-7, Truppenstärke: 6000 Mann) letzte Woche aus ihrem Heimathafen Norfolk ausgelaufen. Ziel seien das Mittelmeer und/oder der Persische Golf, heißt es, die geplanten maritimen “Sicherheits-Übungen” sollen sechs Monate andauern. Dabei ist auch ein Zerstörer, die USS Ramage, der mit dem Aegis Ballistic Missile Defense-System nachgerüstet wurde. Am 8. September soll sich dann die Theodore Roosevelt Strike Group (CVN 71) mit insgesamt mehr als 7300 Mann an Bord auf den Weg machen.
Die Tinner-Connection
Montag, Juni 2nd, 2008Eine Hand wäscht die andere, oder: Haben die USA Atomgeheimnisse an den Iran geliefert, um einen Kriegsgrund zu haben?
Am Freitag, den 23. Mai 2008 gab der Innenminister der Schweiz bekannt, umfangreiche Akten und Computerdokumente über einen Atomdeal und dessen Inhalte, über die man seit 2003 verfügt, seien bereits im letzten Jahr vernichtet wurden, „um dem Diebstahl der Akten vorzubeugen“.
Wie? Wenn Akten sehr brisant sind, dann werden sie nicht besonders sicher aufbewahrt, sondern vernichtet? Seit wann?
Beleg für konkrete Kriegsvorbereitungen gegen ein bestimmtes Land: Eine US-F14, wie sie auch der Iran hat, wurde zum Üben des Luftkrieges gegen den Iran mit den Farben der iranischen Luftwaffe bemalt.
Die Story hört sich an wie ein Drehbuch für eine Art von James-Bond-Film, aber einem sehr schlecht gemachten. Warum? Sie ist einfach zu unwahrscheinlich. Jeder Filmkritiker würde einen entsprechenden Film in der Luft zerreissen, denn: Die US-Regierung wird darin dargestellt, als sei sie zu dumm, ihre Interessen gegen wichtige Feinde wahrzunehmen. Die Schweizer Regierung scheint ihre Neutralität nicht mehr für wichtig zu halten, sondern völlig einseitig den US-Interessen zuzuneigen. Andererseits würde die Schweiz aber gleichzeitig eben diese Interessen massiv beeinträchtigen. Dann kommt auch noch eines der grossen Bankhäuser der Schweiz ins Blickfeld, das Dinge tut, die selbsverständlich eine solche Bank nie tun würde.
Protagonisten der Pataphysik
Montag, Juni 2nd, 2008Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken:
Die Pataphysik als Zweig der vereinigten Natur- und Geisteswissenschaften war mir bis vor wenigen Tagen selbst noch vollkommen unbekannt, unbekannter als Ökotrophologie, Hethitologie und transnationale Germanistik zusammengenommen, aber je mehr ich mich von der Faszination für dieses - mir neue - Wissensgebiet gefangen nehmen ließ, desto klarer wurde mir, dass es auf dieser Welt von ausgebufften Anhängern der angewandten Pataphysik nur so wimmelt.
Erst die Pataphysik stellt die konkreten Zusammenhänge her, zwischen Wortsinn und Blödsinn,
zum Beispiel die sonst kaum erkennbaren, pataphysikalisch jedoch unübersehbaren Zusammenhänge zwischen Wahl, Stuhl und Gang oder zwischen Poli und Tik.
Es gibt keinen Zweifel, Pataphysik ist nicht nur Wissenschaft, sondern zugleich auch bewusstseinserweiternde Droge mit hohem Suchtpotential.
http://www.irrelevanz.de/akademie/
mit den Fakultäten
Prodpädeutik,
Ingenieurswissenschaften,
Adynata,
Oxymoristik und
Theologie.
Verfassungsgut Kapitalismus?
Montag, Mai 26th, 2008Der Verfassungsschutzbericht 2007, jüngst vom Innen- und damit Verfassungsminister Schäuble vorgestellt, enthält acht Seiten in denen die Erkenntnisse des Bundesamtes für Verfassungsschutz über die Partei “DIE LINKE” dargestellt werden. Teile der Presse - auch solche, die üblicherweise noch empört aufjaulen, wenn Schäuble ihre Pressefreiheit bedroht und anknabbert - ergingen sich darob in höchster Freude. Die Süddeutsche, seit geraumer Zeit bis auf das Feigenblatt Heribert Prantl ebenfalls stramm neoliberal ausgerichtet, ließ einen Thorsten Denkler unter der Überschrift “Oskars Extremistentruppe” einen Kommentar dazu schreiben. Schon im fettgedruckten Anreißer hieß es da:
“Die Linke ist unterwandert von kommunistischen Altkadern. So steht es im neuen Verfassungschutzbericht. Populisten wie Parteichef Lafontaine stört das erst, wenn es Wählerstimmen kosten könnte.”