Währungskrieg gegen die Eurozone
Sonntag, März 15th, 2009
von Egon W. Kreutzer
Alexander Czerny, dessen scharfsinnige Analysen ich sehr schätze,
hat erneut ein Papier vorgelegt, das im wahrsten Sinne des Wortes
hochbrisanten Sprengstoff enthält.
Weil dieses Papier vom Aufbau her den üblichen Lesegewohnheiten
widerspricht, nämlich auf einer umfangreichen Betrachtung von
Entwicklungen und Entscheidungen der letzten 20 Jahre aufbauend,
erst in einer als “Nachtrag im Februar 2009″ bezeichneten
Schlusssequenz die entscheidenden Folgerungen zieht, habe ich mir
erlaubt, dieses Dokument, dessen Original über diesen Pauken.
schlag verlinkt ist, so mit einleitenden Worten zu versehen, dass es
die gebührende Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.
Czerny ist schon 2004 zu der Erkenntnis gelangt:
erklärt der Eurozone den Krieg
(Die Arbeit überdiese Erkenntnis, mit dem Titel:
“Der Währungskrieg der Bundesbank”, hat sein ehemaliger
Professor H.A. Winkler an der Humboldt Universität Berlin seinerzeit
übrigens mit der Bestnote ausgezeichnet.)
Der Fall - Wie die UBS in den Strudel der Finanzkrise geriet
Dienstag, September 30th, 2008Ein Film von Hansjürg Zumstein
Dossier (Neo-)Liberalismus: Das Waterloo des (Neo-)Liberalismus
Mittwoch, September 24th, 2008Plötzlich ist Geld zur Genüge vorhanden
von Karl Weiss
Wenn es noch jemanden gab, der den Glaubenssätzen des (Neo-)Liberalismus Vertrauen entgegenbrachte, der kann dies nun getrost zu den Akten legen. Wenn die Bibel der Neoliberalen nicht sowieso schon widerlegt war, so tut dies spätestens die momentane Situation der weltweiten Finanzkrise und des langsamen Eintauchens in die Welt-Wirtschaftskrise.
Wenn Napoleon bei Waterloo der endgültigen Niederlage ins Auge sehen musste, so sind diese Tage der Milliarden und Billionen Dollar (und Euro) Unterstützungen von Banken und anderen Kreditinstituten mindestens genauso endgültig das Waterloo des (Neo-)Liberalismus. Wer so vollständig alles „vergisst“, was er je gepredigt hat und genau das Gegenteil tut, das, was er bisher als „Sozialismus“ und Bolschewismus“ verteufelt hat, der hat jeden Rest von Glaubwürdigkeit verloren.
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Operation Umbuchung !
Mittwoch, September 24th, 2008von
„Der Einlagensicherungs-Fonds bei Ihrer Bank ist sicher. Kein Grund zur Panik. Denn wir finanzieren Bankpleiten direkt über die öffentlichen Haushalte!“
Während Kanzlerin Merkel von „Bildung als Aufgabe der Zukunft“ faselt, verballern ihre Parteikollegen die dafür notwendigen Milliarden Steuergelder sinnlos zur Rettung der IKB- Bank und ihren Pokerspielen mit Anteilen für US-Schrottimmobilien. Versehentlich werden eine halbe Milliarde Euro Steuergelder an eine US-Bank überweisen, über deren Pleite bereits im Fernsehen berichtet wurde. Doch diese durchgeführten “Umbuchungs-Operationen” sind nicht die erste dieser Art. Die Details verraten, dass sie in kriminellen Netzwerken von Politik und Bankwesen seit vielen Jahren bewusst und erfolgreich durchgeführt werden.
Das Schwarz-Rote Loch: Die Republik wird verkauft
Dienstag, September 9th, 2008von Daniel Neun
Nach der IKB soll nun auch die TLG Immobilien an “Lone Star” verrammscht werden. Währenddessen spricht niemand über das “Cross-Border-Leasing”.
Berlin: Der ganze Ausverkauf des Staates DDR an die BRD nach der friedlichen Revolution der Ostdeutschen 1989 geht bis heute auf gesamtdeutscher Ebene einfach weiter. Die ganze Berliner Republik löst sich vor unseren Augen auf und wird verkauft.
Diesmal konsequenterweise gleich nach Übersee, ganz ohne Erbengemeinschaften.
TLG IMMOBILIEN: WER WILL NOCH, WER HAT NOCH NICHT..
US-Angaben über Wachstum extrem unglaubwürdig
Dienstag, September 2nd, 2008Es wird gefälscht, dass es eine Art hat
Von Karl Weiss
Ein Artikel der „Financial Times Deutschland“ (FTD) ironisiert in sarkastischer Weise die Veröffentlichungen der US-Regierung, im zweiten Quartal 2008 habe es ein Wachstum des Bruttosozialprodukts (genau: Gross National Product, GNP) von 3,3% gegeben. Der Titel des Artikels spottet über die Anleger: „Sie wollen es immer noch glauben“ und im weiteren wird mit knallharten Zahlen belegt: Die US-Wirtschaft ist bereits in der Krise, das Erfinden von angeblichem Wachstum soll davon nur ablenken.
Im Einzelnen wird dargelegt: „…die nichtagrarische Beschäftigung im zweiten Quartal [ist] mit einer Jahresrate von 0,6 Prozent gefallen (…) Die Baubeginne haben neuerlich um knapp elf Prozent nachgelassen, und der Autoabsatz ist im Vergleich zum Vorquartal sogar mit einer annualisierten Rate von einem Viertel eingebrochen. Der US-Ölverbrauch ist im ersten Halbjahr so stark gesunken wie seit 26 Jahren nicht mehr.“ Außerdem ist die Industrieproduktion um 3,2 % gesunken in diesem Quartal. Da hilft es auch nicht, dass die Exporte erneut nominal anstiegen (kein Wunder bei den niedrigen Dollarkursen), denn aus alldem kann unmöglich wirtschaftliches Wachstum entstehen.
Der Export stellt ja in den USA nicht einen der ganz großen Wirtschaftsfaktoren dar wie in Deutschland, sondern nur einen relativ geringen.
ZEITGEIST - Der Film
Dienstag, Mai 6th, 2008Ein experimenteller Film aus New York, der sich mit Religion, 9/11, und dem Banksystem beschäftigt. Drei große Themen, die der Film in einen Zusammenhang zu bringen versucht.
Warum die Bankenkrise eine Krise der Geldordnung ist
Dienstag, Mai 6th, 2008Kompletter Vortrag im Anschluss an den Film Zeitgeist am Z-Tag in Mannheim von Nicolas Hofer. “Warum die Bankenkrise eigentlich eine Krise der Geldordnung ist”
Inhalt:
- Grundlagen des Wirtschaftssystems: Ein in sich geschlossenes Konstrukt auf tönernen Füßen
- Das in Europa verwendete Kreditgeldsystem: Virtuelles Zahlungsmittel und somit illusorische Sicherheit des Wohlstandes
- Systemisch bedingte Staatsverschuldung: Täuschen und Tarnen für Fortgeschrittene
- Perspektiven
945.000.000.000 US$ - spurlos verschwunden?
Sonntag, April 13th, 2008Kommentare zum Zeitgeschehen von Egon W. Kreutzer
- Spurlos verschwunden? 945 Milliarden US Dollar
- Der Internationale Währungsfonds verkündete diese Woche das vorläufige Ausmaß des Schadens der Währungkrise. Mit der gigantischen Zahl von 945 Milliarden US Dollar ging der IWF damit weit über bisherige Annahmen hinaus. Bei bereits “eingestandenen” Verlusten in Höhe von rund 232 Milliarden US-Dollar lautete die bisher höchste Prognose auf eine Schadenssumme von “nur” 600 Milliarden Dollar. Unseren wackeren Peer Steinbrück schreckt das nicht. Das Wirken seiner als KfW bekannten Milliardenversenkungsanlage, das beteuert er mit dem trockenen Charme des professionellen Hütchenspielers, sei ohne Einfluss auf den Bundeshaushalt. Das kann man wohl so hindrehen, aber mit meinem Begriff von Ehrlichkeit hat diese Aussage nichts mehr zu tun.
- Nun gut, der heimatlich-provinzielle Schauplatz lenkt nur ab, vom Ausmaß der globalen Katastrophe. Was heißt das denn, wenn von 945 Milliarden US$ Krediteinbußen und Abschreibungsbedarf die Rede ist?
- 945 Milliarden US-Dollar, das ist fürwahr kein Pappenstiel. Das ist Steinbrücks Bundeshaushalt für 2008, 2009 und die ersten Monate von 2010… Kann so viel Geld eigentlich überhaupt verloren gehen? Müssten die Geldscheine nicht in zentimeterdicken Schichten auf den Straßen liegen?
- 945 Milliarden US-Dollar, rund 630 Milliarden Euro, das ist so viel Geld, dass der Deutsche Lottoblock - von heute bis in den April des Jahres 2608 n. Chr. - zwei Mal wöchentlich, mittwochs und samstags, einen Jackpot von 10 Millionen Euro ausschütten müsste, bis die Summe verteilt ist, die jetzt, nach Einschätzung des IWF, in der Finanzkrise “verloren” gegangen sein soll.
- Der Weg der Milliarden ist nachvollziehbar - und sie sind, soviel vorab, keineswegs verschwunden!
- Wenn es auch vollkommen unmöglich ist, den Weg jedes einzelnen Dollars in allen Verästelungen nachzuvollziehen, ein summarischer Nachvollzug lässt sich in groben Zügen so skizzieren, dass das Prinzip klar erkennbar wird.