Währungskrieg gegen die Eurozone
Sonntag, März 15th, 2009
von Egon W. Kreutzer
Alexander Czerny, dessen scharfsinnige Analysen ich sehr schätze,
hat erneut ein Papier vorgelegt, das im wahrsten Sinne des Wortes
hochbrisanten Sprengstoff enthält.
Weil dieses Papier vom Aufbau her den üblichen Lesegewohnheiten
widerspricht, nämlich auf einer umfangreichen Betrachtung von
Entwicklungen und Entscheidungen der letzten 20 Jahre aufbauend,
erst in einer als “Nachtrag im Februar 2009″ bezeichneten
Schlusssequenz die entscheidenden Folgerungen zieht, habe ich mir
erlaubt, dieses Dokument, dessen Original über diesen Pauken.
schlag verlinkt ist, so mit einleitenden Worten zu versehen, dass es
die gebührende Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird.
Czerny ist schon 2004 zu der Erkenntnis gelangt:
erklärt der Eurozone den Krieg
(Die Arbeit überdiese Erkenntnis, mit dem Titel:
“Der Währungskrieg der Bundesbank”, hat sein ehemaliger
Professor H.A. Winkler an der Humboldt Universität Berlin seinerzeit
übrigens mit der Bestnote ausgezeichnet.)
OPEL, zum Beispiel
Sonntag, März 15th, 2009von Egon W. Kreutzer
OPEL ist nicht nur in die Krise,
sondern - sehr zur Freude profilierungsbedürftiger Politiker - zugleich auch in den Bundestagswahlkampf geraten.
Während sich die einen vor ihrer Klientel rühmen, allerlei gute Argumente für die Rettung des Autobauers vorgetragen zu haben, erhoffen sich andere Applaus dafür, dass sie sich bemüht haben, mindestens ebensogute Argumente gegen die Rettung von zigtausend Arbeitsplätzen in die Debatte geworfen zu haben.
Dass sich die meisten dieser Argumente qualitativ kaum von den windigen Ausreden unterscheiden, mit denen das untätige Abwarten und die peinliche Entscheidungsschwäche der Regierung bemäntelt werden sollen, macht es nicht leichter, sich im Wirrwarr des Geschwätzes, in der Kakophonie der Stellungnahmen der Großkoalitionäre zurechtzufinden.
OPEL wäre -
das wird jetzt überdeutlich - ein wunderbares Beispiel, um zu erklären, wie Politik in Deutschland funktioniert.
Weil das “Problem OPEL”
nicht von der Politik und ihren Spin-Doktoren sorgfältig geplant und inszeniert wurde, weil es sich nicht um eines der üblichen manipulativen Scheinproblemchen handelt, mit denen, ganz nach Belieben, Stimmung gemacht oder Ablenkung angeboten werden soll, sondern weil das “Problem OPEL” die Politik unvorbereitet getroffen hat, wird das Fehlen jeglicher Grundsätze und Prioritäten, die Abwesenheit echter Wertvorstellungen und zuverlässig fester Charaktere so peinlich offenbar, dass man sich fragen muss, ob es wirklich stimmt, dass jedes Volk die Regierung hat, die es verdient.
Aber das ist eine andere Geschichte.
unbegründete Zweifel
Samstag, Dezember 20th, 2008Ich habe diese Nacht wieder ruhig geschlafen. Durch den Datenklau bei der LBB war ich so aufgewühlt, dass es mir die Nachtruhe geraubt hat. Wie gehen die Banken nur mit unseren Daten um, dazu noch eine Landesbank, dass diese Kreditkartendaten so einfach geklaut und an eine Zeitung geschickt werden können?
Jetzt bin ich aber wieder beruhigt. Es war alles ganz harmlos. Zwei Fahrer eines Kurierdienstes haben das Päckchen eines an die Frankfurter Rundschau geschickten Paketes geöffnet. Darin war ein Christstollen, den sie sich zu Gemüte führten. Durchaus glaubhaft, wenn man an die Löhne denkt, die solche Fahrer erhalten. Dann haben Sie die Adresse, vermutlich ein mehrfach verwendbares Adressschild, genommen und auf ein anderes Paket geklebt. Sicher haben Sie vorher auf die Absender geschaut. An Zeitungen geschickte Pakete werden ja sicher eher vermisst, als Pakete von Banken an eine Sicherungsfirma. Außerdem sah das Datenpaket sicherlich genau so aus, wie ein verpackter Christstollen, schön in Weihnachtspapier verpackt mit einer Wunschkarte für fröhliche Weihnachten am bunten Schleifchen.
Jetzt hat sich das alles aufgeklärt. Alles nur ein Versehen, weil zwei böse Kurierfahrer zielgerichtet ein Paket öffneten, von dem sie annehmen konnten, dass es als Inhalt etwas Essbares haben würde. Da zu vermuten war, dass bei der Frankfurter Rundschau der Verbleib des Paketes hinterfragt werden würde, obwohl man dort lt. Presse nichts davon wusste, dass ein edler Spender der Redaktion ein solches Paket schickte, haben die Fahrer dann die Adressen vertauscht. Wer vermisst schon Daten, die von einer Bank kommen?
Kriegspropaganda - Die verkaufte Wahrheit
Samstag, Oktober 25th, 2008Das WDR-Magazin Polis berichtete:
“In Bosnien wurden 1992 Fernsehbilder aus angeblichen Folter- KZs ausgestrahlt - nicht nur wider besseres Wissen, sondern bewusst gefälscht. Ein bis auf die Knochen abgemagerter Mann mit nacktem Oberkörper hinter Stacheldrahtzaun wurde zum bekanntesten Bild des Krieges: Ein britisches Kamerateam hatte die Aufnahmen gemacht, sie dienten lange Zeit als Beweis für die Existenz von Konzentrationslagern in Bosnien. Erst nach dem Krieg wurde die Szene als Fälschung entlarvt.”
Die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg rechtfertigte der damalige Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping in einem Spiegel-Interview (26. April 1999) folgendermaßen:
“Die menschliche Empörung spielt eine große Rolle, die historische Erfahrung ebenso wie das Wissen um die Gräuel. Auf dem Balkan geht es ja nicht um Öl oder Rohstoffe. Was wir jetzt tun, geschieht wegen der mit äußerster Brutalität vorgenommenen Verletzung von Menschen- und Lebensrechten … Aus einer Schule trieb man die Lehrer und Kinder heraus, hängte die Lehrer vor den Augen der Kinder auf und vertrieb die Kinder dann mit Gewehrkolben und Schüssen. Schwangeren Frauen wurden nach ihrer Ermordung die Bäuche aufgeschlitzt und die Föten gegrillt.”
Am 16. Februar 2001 berichtete die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf Zeugenaussagen hochrangiger Militärs:
“Deutsche Politiker haben sich der Falschinformation und der Lüge bedient, um die Beteiligung der Bundeswehr am Nato-Bombardement in Jugoslawien gegenüber der Öffentlichkeit zu legitimieren.”
Die Abrechnung von Hedge Fond Manager Andrew Lahde
Donnerstag, Oktober 23rd, 2008Der Brief eines erfolgreichen Aussteigers und eine Abrechnung mit dem Finanzmarkt und dem Kapitalismus. Die FTD dokumentiert seinen Brief welcher hier archiviert wird, zwecks möglicher Vergesslichkeiten des WWW.
Sehr geehrter Anleger,
heute schreibe ich nicht, um zu prahlen. Das wäre völlig unangemessen, da so viele leiden. Ich will auch nicht weitere Vorhersagen abgeben. Die meisten meiner früheren Prognosen sind eingetroffen oder werden gerade Realität. Ich schreibe vielmehr, um mich zu verabschieden.
Im “Wall Street Journal” wurde jüngst ein Hedge-Fonds-Manager, der gerade seinen 300 Mio. $ schweren Fonds auflöst, mit den Worten zitiert: “Was ich über das Hedge-Fonds-Geschäft gelernt habe? Dass ich es hasse.” Das kann ich so unterschreiben.
Ich habe das Spiel wegen des Geldes mitgemacht. Die Low-Hanging Fruits - sprich: die Idioten, deren Eltern für Yale und den Harvard-MBA blechen - warteten nur darauf, gepflückt zu werden. Diese Leute waren (häufig) wirklich die Ausbildung nicht wert, die sie (angeblich) erhalten haben, aber sie stiegen trotzdem in Unternehmen wie AIG, Bear Stearns und Lehman Brothers sowie in alle Ebenen unserer Regierung auf. Dieses die Aristokratie stützende Verhalten machte es mir letztlich nur einfacher, Leute zu finden, die dumm genug waren, meine Verluste auszugleichen. Gott segne Amerika.
Ich habe viel zu vielen Menschen für meinen Erfolg zu danken, aber ich will auch nicht wie ein Hollywoodschauspieler bei einer Dankesrede klingen. Das Geld war mir Lohn genug. Außerdem wissen die zahllosen Leute, denen Dank gebührt, dass sie gemeint sind.
Ich werde kein Geld mehr für andere Leute oder Unternehmen verwalten. Ich habe genug damit zu tun, mich um mein eigenes Vermögen zu kümmern. Einige Leute meinen, meinen Nettowert annähernd ausgerechnet zu haben, und wundern sich vielleicht, dass ich mit einer so verhältnismäßig kleinen Kriegskasse aussteige. Aber das ist in Ordnung, ich bin zufrieden mit dem, was ich bekommen habe.
Sollen doch andere ein neun-, zehn- oder elfstelliges Vermögen anhäufen. Aber bis dahin ist ihr Leben nichts wert. Ein Termin nach dem anderen, immer drei Monate im Voraus ausgebucht, im Januar zwei Wochen Urlaub, wo sie die ganze Zeit auf ihren Blackberry starren. Und wozu? In 50 Jahren sind sie doch ohnehin alle vergessen. Niemand wird sich an Steve Ballmer, Steven Cohen und Larry Ellison erinnern. Dieses ganze Getue, ein Vermächtnis zu hinterlassen, verstehe ich nicht. Fast jeder wird vergessen, also versucht doch gar nicht erst, euch unsterblich zu machen. Werft den Blackberry weg, und genießt das Leben!
Das war’s dann also, ich steige aus. Bitte erwarten Sie auf E-Mails oder Anrufe keine Reaktionen. (…) Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Geschäften, für die mich andere gewinnen wollen. Zum Markt habe ich wirklich nicht viel zu sagen, außer dass es noch eine Weile, möglicherweise auf Jahre hinaus, schlimmer wird. Ich bin zufrieden, außen vor zu bleiben und abzuwarten. Auf diese Weise haben wir schließlich auch aus dem Subprime-Debakel Geld gemacht. Jetzt habe ich die Zeit zu genesen - von all dem Stress, den ich mir in den vergangenen zwei Jahren aufgebürdet habe wie schon in meinem ganzen Leben. Denn immer musste ich mit denen konkurrieren, deren Vorteile (sprich: reiche Eltern) ich nicht hatte. Möge das Leistungsprinzip Teil der neuen, unbedingt erforderlichen Regierungsform werden.
Was die US-Regierung anbelangt, hätte ich einen Vorschlag. Zunächst möchte ich auf die offensichtlichen Fehler aufmerksam machen: In den vergangenen acht Jahren wurden dem Kongress wiederholt Gesetzentwürfe vorgelegt, die den räuberischen Kreditvergabepraktiken der jetzt meist nicht mehr existenten Institute Einhalt geboten hätten. Diese Kreditinstitute haben mit schöner Regelmäßigkeit die Säckel beider Parteien gefüllt, und als Gegenleistung lehnten diese Gesetze ab, die den einfachen Bürger schützen sollten. Das ist ein Skandal, aber niemanden scheint es zu kümmern, oder niemand scheint auch nur darüber Bescheid zu wissen.
Seit Thomas Jefferson und Adam Smith hat es kaum einen würdigen Philosophen gegeben - oder zumindest keinen, der sich auf die Verbesserung unseres Regierungssystems konzentriert hätte. 200 Jahre lang hat der Kapitalismus funktioniert, doch die Zeiten ändern sich, und Systeme werden korrupt. George Soros, ein Mann von unermesslichem Reichtum, hat gesagt, er wolle als Philosoph in Erinnerung bleiben. Mein Vorschlag wäre, dass er ein Forum sponsert, in dem kluge Köpfe ein neues Regierungssystem ausarbeiten, das auch wirklich die Interessen des einfachen Mannes vertritt. Gleichzeitig sollten Anreize geschaffen werden, die so verlockend sind, dass auch die Besten und Gescheitesten bereit sind, eine Regierungsfunktion zu übernehmen, ohne dass sie mithilfe von Korruption ihre Interessen und ihren Lebensstil fördern müssten. (…) Ich glaube, es gibt eine Lösung, aber in jedem Fall ist das System derzeit eindeutig kaputt.
Nicht zuletzt möchte ich auf eine alternative Lebensmittel- und Energiequelle aufmerksam machen: Hanf. Man wird ihn in keiner Werbung von BP oder ADM erwähnt finden, aber Hanf wird seit mindestens 5000 Jahren zur Fertigung von Stoffen und Lebensmitteln genutzt und für so ziemlich alles, was aus Mineralölerzeugnissen hergestellt wird. Hanf ist nicht Marihuana und umgekehrt. Hanf ist die männliche Pflanze und wächst wie Unkraut. Die erste amerikanische Flagge wurde aus Hanffaser gefertigt, und unsere Verfassung wurde auf Papier gedruckt, das aus Hanf hergestellt worden war. Noch im Zweiten Weltkrieg bediente sich die US-Regierung seiner und erklärte es nach dem Sieg prompt für illegal.
Warum ist es in einer Zeit, in der immer und überall darüber gesprochen wird, in Sachen Energie unabhängiger zu werden, illegal, diese Pflanze in diesem Land anzubauen? Ach ja, da ist ja die weibliche Pflanze. Das Übel. Marihuana. Es macht high, bringt einen zum Lachen, verursacht keinen Kater. Im Gegensatz zu Alkohol führt es nicht zu Kneipenschlägereien oder verprügelten Ehefrauen. Warum also ist diese harmlose Pflanze illegal? Ist sie eine Einstiegsdroge? Nein, das wäre Alkohol, der in diesem Land so heftig beworben wird. Meiner Ansicht nach ist Hanf illegal, weil Amerikas Unternehmen, die den Kongress in der Hand haben, viel lieber süchtig machende Medikamente verkaufen, als das private Züchten einer Pflanze zu erlauben, das keinen Gewinn in die eigenen Kassen spült. Dieses Vorgehen ist lächerlich. Es hat dazu beigetragen, dass wir von Energiequellen im Ausland so abhängig sind. Andere Länder lachen sich über die Dummheit unserer Politik kaputt, vor allem Kanada und einige Nationen in Europa. In den US-Medien merkt man davon nichts, denn sie ignorieren das Thema. Bitte, Leute, hört auf zu reden und fangt an, darüber nachzudenken, wie wir wirklich Selbstversorger werden können.
Ich empfehle mich hiermit und wünsche viel Glück.
Mit freundlichen Grüßen
Andrew Lahde
Diese Politik
Freitag, Oktober 10th, 2008von Gert Flegelskamp
Nun ist die Katze aus dem Sack. Unter bestimmten Bedingungen kann die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden. Ob sie auch die Verfassung, genauer das Grundgesetz angepasst haben? SPD und CDU sind sich einig. Aber was mag die Ursache sein, das noch vor der Wahl zu realisieren? Hier kann ich natürlich nur spekulieren.
Man hat Angst vor Aufständen!
Eine durchaus berechtigte Angst, denn was die Herrschaften sonst noch zu bieten haben, ist auch nicht von Pappe. Die Hypo Real Estate kommt mit 35 Milliarden nicht aus, sie braucht mindestens 90 bis 100 Milliarden und Steinbrück versichert natürlich, dass der Bund dafür einsteht. Schließlich müssen die Anleger ja Sicherheit haben. Wer sind die Anleger? Außer ein paar Kleinanlegern vor allem Banken und Reiche, die neben Risikopapieren auch die sicheren Pfandbriefe in ihren Tresoren lagern. Ginge es nur um Kleinanleger, wäre Steinbrück das aus meiner Sicht völlig egal. Nein, er muss das Kapital der Quandts, Mohns, Springer, Holtzbrink, Herz, Burda, Albrecht, Flick, von Klatten, Beisheim usw. usf. sichern.
Rückblick: Fenster aufstoßen !!1!
Freitag, Oktober 10th, 2008Stefan Heym (4. November 1989 - Berliner Alexanderplatz)
“Liebe Freunde, Mitbürger, es ist, als habe einer die Fenster aufgestoßen nach all den Jahren der Stagnation, der geistigen, wirtschaftlichen, politischen, den Jahren von Dumpfheit und Mief und bürokratischer Willkür, von amtlicher Blindheit und Taubheit. Welche Wandlung! Vor noch nicht vier Wochen: Die schön gezimmerte Tribüne, hier um die Ecke, mit dem Vorbeimarsch, dem bestellten, vor den Erhabenen. Und heute ihr, die Ihr Euch aus eigenem freien Willen versammelt habt, für Freiheit und Demokratie und für einen Sozialismus, der des Namens wert ist.
In der Zeit, die hoffentlich jetzt zu Ende ist, wie oft kamen da die Menschen zu mir, mit ihren Klagen. Dem war Unrecht geschehen, und der war unterdrückt und geschurigelt worden, und allesamt waren sie frustriert. Und ich sagte, so tut doch etwas. Und sie sagten resigniert, wir können doch nichts tun. Und das ging so in dieser Republik, bis es nicht mehr ging, bis es soviel Unbilligkeit angehäuft hatte im Staate und soviel Unmut im Leben der Menschen, daß ein Teil von ihnen weglief. Die anderen aber, die Mehrheit, erklärte, und zwar auf der Straße, öffentlich: Schluß, ändern, wir sind das Volk!

Einer schrieb mir - und der Mann hat recht: Wir haben in diesen letzten Wochen unsere Sprachlosigkeit überwunden und sind jetzt dabei, den aufrechten Gang zu erlernen, und das, Freunde, in Deutschland, wo bisher sämtliche Revolutionen danebengegangen und wo die Leute immer gekuscht haben, unter dem Kaiser, unter den Nazis und später auch.
Aber sprechen, frei sprechen, gehen, aufrechtgehen, das ist nicht genug. Laßt uns auch lernen zu regieren. Die Macht gehört nicht in die Macht eines einzelnen oder ein paar weniger oder eines Apparats oder einer Partei. Alle, alle müssen teilhaben an dieser Macht. Und wer immer sie ausübt und wo immer, muß unterworfen sein der Kontrolle der Bürger. Denn Macht korrumpiert, und absolute Macht, das können wir heute noch sehen, korrumpiert absolut. Der Sozialismus - nicht der Stalinsche, der richtige -, den wir endlich erbauen wollen, zu unserem Nutzen und zum Nutzen ganz Deutschlands, dieser Sozialismus ist nicht denkbar ohne Demokratie. Demokratie aber, ein griechisches Wort, heißt Herrschaft des Volkes. Freunde, Mitbürger, üben wir sie aus, diese Herrschaft.”
Quelle: http://www.infopartisan.net
Das letzte Aufgebot
Dienstag, Oktober 7th, 2008(Die bisher hilfloseste Reaktion auf die Krise)
Als am Ende des Dritten Reichs alte Männer und kleine Jungs mit klapprigen Spaten Gräben quer über die Straßen zogen und sich mit drei Handgranaten, einer Panzerfaust samt drei Schuss und sonst nichts, außer ihrem mehr oder minder verzweifelten Heldenmut, den vorrückenden alliierten Verbänden entgegenzustellen versuchten, war die Lage verzweifelt, die Hoffnung dahin - und folglich schien jede auch noch so verrückte Aktion besser, als einfach ergeben auf das Ende zu warten.
Als an diesem Wochenende Frau Bundeskanzler und Herr Finanzminister verkündeten, “Die Spareinlagen sind sicher”, hätte ich mir gewünscht, man hätte Norbert Blüm für exakt diesen Satz noch einmal auf die Bühne geholt.
Der deutsche Staat hat - das wissen alle, vor allem der tilgungswütige Finanzminister hat uns das oft und oft erklärt - mehr als 1,5 Billionen Euro Schulden.
Womit will dieser Staat die Garantie für alle privaten Spareinlagen übernehmen?